Auch wenn die Blogparade am Sonntag geschlossen wurde, möchte ich auch einen Beitrag zu diesem Thema verfassen. Das Thema Finanzielle Freiheit beschäftigt mich nicht erst seit betreiben dieses Blogs und sich selbst mal zu reflektieren ist nicht nur für euch, sondern auch für mich interessant! Angelehnt an die Fragen von Pascal werde ich meine Erfahrungen und Ansichten schildern.

Was ist eure Motivation Vermögen aufzubauen? Wie kam es dazu? Ist der Startschuss mit einer bestimmten Erkenntnis oder einem Erlebnis zu erklären?

Da ich der Ansicht bin, dass wir immer die Summe unserer bisherigen Erfahrungen sind, so spielen auch bei mir viele Einflüsse zu dem Ziel Vermögen zu schaffen. Grundsätzlich bin ich in einer Familie der gehobenen Mittelschicht aufgewachsen. Meine Eltern haben beide keine Matura (Abi in Deutschland) und haben sich ihr Vermögen von ganz unten geschaffen. Sie lebten sparsam und zeigten uns trotzdem, dass mit Anstrengungen vieles möglich ist. Wir verbrachten den Beginn unserer Sommerferien immer in Italien und ich verbinde damit sehr schöne Erinnerungen!

Ich selbst habe mit 6 Jahren begonnen Fußball zu spielen, durch viel Fleiß habe ich ein ganz gutes Niveau in jungen Jahren schon erreicht. Somit verdiente ich mit meinem Hobby mit 16 das erste Mal mein eigenes Geld. Ich schätzte aber durch diese „leichte“ Art des Geldverdienens nicht den Wert und gab alles was ich verdiente auch wieder aus. Das ging ein paar Jahre so dahin. Ich besparte jedoch auch einen Bausparer, damit ich mit 18 mal einen gewissen Grundstock an Geld zur Verfügung hatte. Doch es kam wie es kommen musste, ich kam auf persönliche Abwege und hatte zu Beginn des Studiums mit 19 beinahe mein gesamtes Geld aufgebraucht. Als ich von meiner damaligen Freundin aus Innsbruck nach Hause fuhr, hatte ich nicht mehr viel auf meinem Konto übrig. Es gab noch das ein oder andere Sparbuch, welche ich aber nicht angreifen wollte. Die waren für mein Studium und gedacht. Das war der Moment, wo ich zum Umdenken begann. Ich beschäftigte mich mit meinen Finanzen. Fing an ein Haushaltsbuch zu führen. Zuerst analog und dann digital. Ich führte Daueraufträge von meinem Konto auf meine Sparbücher ein und krempelte mein Leben um.

Die Motivation, die also hinter meinem Bestreben des Vermögensaufbau steht, ist jene, dass ich weiß, wie schlecht man mit Geldsorgen schläft. Ich habe bis auf meine Wohnung nie etwas auf Kredit gekauft und das möchte ich auch beibehalten. Denn es ist eine absolut schöne Sache auf seine eignen Wünsche und Ziele hinzusparen! Mal sehen, wie weit mein Vermögen anwachsen wird!

Vermögensaufbau ist eine langfristige Sache. Für viele ist die finanzielle Freiheit dabei das ultimative Ziel. Doch nicht für alle. Was ist dein Ziel? Was versprichst du dir davon?

Mein Ziel ist die finanzielle Freiheit. Wobei mich eigentlich der Weg dahin viel mehr anspornt. Gerade wenn ich mir die Geschichten des Privatiers oder den Weg des Projekt Millionär ansehe, denke ich, dass solche Geschichten zeigen das es absolut möglich ist und man trotzdem nicht sein Leben asketisch gestalten muss. Schön langsam sehe ich schon, dass sich bei den passiven Einnahmen etwas bewegt. Während es dieses Jahr ca. 150 € werden, welche ich durch meine Kapitalanlagen dazuverdienen werde, möchte ich nächstes Jahr die 250 € erreichen. Damit kann ich unabhängiger meine Wahl in Berufsentscheidungen treffen. Im Großen und Ganzen soll es meinem zukünftigen Ich so viele Wahlmöglichkeiten wie möglich bieten. Sei es eine Auszeit, mehr Zeit mit der Familie oder schöne Urlaube mit Familie. Einfach eine gewisse Unabhängigkeit von äußeren Einflussfaktoren. Ich erwarte mir auch ein Vorbild für meine zukünftigen Kinder zu sein und Ihnen etwas über den Vermögensaufbau beibringen zu können.

Klar, das Ziel liegt in der Zukunft. Doch wie beeinflusst der Vermögensaufbau deinen Alltag? Leidest du unter dem Verzicht oder profitierst du schon heute? Was für Lehren ziehst du aus deinem bisherigen Weg?

Da ich noch ziemlich am Anfang des Aufbaus stehe, beeinflusst meine eigene Motivation sicherlich meinen Blickwinkel. Momentan leide ich unter keinem Verzicht und spare absolut gerne. Da ich beruflich, durch das Studium und den Blog immer etwas zu tun finde, bin ich auch wenig verleitet mein Geld zum Fenster rauszupulvern. Klar gibt es Monate, wo ich mehr feiere und andere wieder, wo ich viel zuhause bin. Doch mein Ziel im Schnitt 20% meines Einkommens zu sparen, sollte am Ende des Jahres auf jeden Fall abgehakt werden. Dieser Lebensstil bringt mich dazu, auch Entscheidungen zu hinterfragen und meistens auch aufzuschieben. Was nach 1-2 Wochen immer noch in meinem Kopf herumschwirrt wird nochmal betrachtet und auf die Nützlichkeit hinterfragt. Alles was viel Zeit erspart und regelmäßig genutzt wird, ist für mich auch eine Investition wert. Somit hat das Ziel des Vermögensaufbaues schleichend seinen Platz in meinem Leben eingenommen und ich denke, dass sich noch einige Denkweisen bei mir verändern werden und von ihm beeinflusst werden.

Welche Freiheiten bietet dir dein erspartes Vermögen bereits weit vor dem Erreichen der finanziellen Freiheit?

Mittlerweile erziele ich ja schon passive Einkünfte und habe auch eine Tabelle, welche mir zeigt, was ich schon passiv abdecke. Momentan ist meine Fitness-App von Runtastic und meine Amazon Prime Mitgliedschaft durch die passiven Einnahmen gedeckt. Doch es wird von Monat zu Monat mehr. Rechts oben am Bildschirm seht ihr, wie viel Prozent meiner Ausgaben von passiven Einnahmen gedeckt werden. Hier zähle ich momentan nur die Einnahmen aus den Kapitalanlagen, weil der Blog noch keine stabilen Einnahmen bietet. Auch wenn sich meine Ausgaben sicherlich noch verändern im Laufe der Zeit, so ist es schon gut zu wissen, dass ich Teile davon passiv abdecke. Es stimmt mich positiv auch alle Krisen, welche noch kommen, wegstecken zu können ohne in große finanzielle Probleme zu schlittern.