Nach meinem Wellnessurlaub im schönen Salzkammergut in Oberösterreich (dabei ist das Beitragsbild entstanden) und einem Uni-Seminar in einem externen Hotel freue ich mich schon sehr auf mein erstes Weihnachten in meiner Eigentumswohnung. Ein Christbaum ist schon besorgt und auch der Weihnachtsschmuck liegt schon im Schrank. Kekse sind gebacken und Geschenke ( 😉 ) sind im Kopf zumindest schon „besorgt“! Doch nun aber zum Thema des heutigen Beitrags: Meine Gedanken über die Zukunft mit einer Eigentumswohnung!

Der IST-Zustand mit Eigentumswohnung

Wie in den ersten beiden Artikeln (Plan Eigentumswohnung und Kauf Eigentumswohnung) beschrieben habe ich mir viele Gedanken zum Kauf einer Eigentumswohnung gemacht. Zur Übersicht sind hier nochmal die Kernpunkte:

  • Eigentumswohnung = Sesshaftigkeit
  • Finanzierung auf 15 Jahre mit 10 Jahren Fixzinsbindung
  • Sondertilgungen jederzeit möglich
  • Laufendes Bachelorstudium

Das eine Eigentumswohnung eine gewisse Form von Sesshaftigkeit mit sich bringt liegt auf der Hand. Dabei habe ich versucht mit einer möglichst kurzfristigen Finanzierung entgegen zu wirken. Mit einer Zinsbindung habe ich ein für mich kalkulierbares Risiko in den nächsten 10 Jahren. Dabei möchte ich Sondertilgungen vornehmen, sodass ich nach 10 Jahren alles getilgt habe. Ein weiterer großer Faktor für mich ist meine laufenden Bachelorstudien. Ich werde höchstwahrscheinlich 2017 fertig und auch bei anschließendem Master habe ich vor Finanzierungsende „ausstudiert“. Auch wenn ich nebenbei arbeitstätig bin, weiß ich noch nicht, wo ich am Studienende ortstechnisch meinen Beruf ausübe. Deswegen habe ich mir verschiedene Szenarien überlegt.

Szenario 1: Verbleib

Mein Leben verläuft so, dass ein Verbleib in der Wohnung möglich ist. Hierbei müssen einige Umstände dazu passen. Nach Studienende muss mein Beruf von meinem jetzigen Wohnort gut erreichbar sein. Unter gut verstehe ich, dass der Arbeitsweg mit dem Auto höchstens eine Stunde pro Fahrtrichtung beträgt. Zusätzlich ist die Wohnung für 3 Personen gut bewohnbar. Wenn ich also eine Familie mit 2 Kindern gründe, wird es mit dem Wohnraum knapp bzw. wäre ein zusätzlicher Raum notwendig. Solange ich also einen Job in der Umgebung habe und noch kinderlos bin, spricht nichts für einen Wohnungswechsel.

Szenario 2: Wohnungswechsel und Vermietung

Wenn einer der eben erläuternden Gründe eintritt und ich dadurch die Notwendigkeit eines Wohnungswechsels sehe, gibt es wie in den Kommentaren bei den Artikeln schon angesprochen, die Möglichkeit die Wohnung zu vermieten. Durch die gute Lage und den tollen Zustand der Wohnung würde sich momentan auch eine entsprechende Miete ergeben. Groben Vergleichen zufolge würde sich knapp 1.000 € Miete erzielen lassen. Damit könnte ich in eine andere Wohnung ziehen und diese durch die Mieteinnahmen finanzieren (unabhängig ob Miete oder Kauf). Klar muss auch die jetzige Wohnung noch finanziert werden, doch die Mieteinnahmen würden die Tilgung beinahe vollständig abdecken. Damit stände einem Wohnungswechsel mit einer Vermietung meiner momentanen Wohnung nichts im Wege.

Szenario 3: Hausbau und Vermietung

Ziemlich ähnlich würde es sich verhalten, wenn ich ein Haus bauen möchte. Ich müsste für die Finanzierung des Hauses die Tilgungsrate eben entsprechend anpassen, aber als Zuverdienst wäre das Mieteinkommen natürlich toll. Bei diesem Szenario habe ich in meinen Gedanken die Wohnung auch bereits abbezahlt. Also wäre Beginn der Bauzeit in frühestens ca. 10 Jahren.

Szenario 4: Wohnungswechsel/Hausbau und Verkauf

Falls sich wirklich die Gegebenheiten so verändern, dass ein Wohnungswechsel oder ein Wechsel in ein Haus die beste Lösung ist, dann könnte die Wohnung natürlich auch veräußert werden. Dieses Szenario ist ein wirkliches Notszenario für mich, welches nur eintreten wird, wenn kein anderer Weg mehr möglich ist. Denn Situationen wo ich in kurzfristiger Zeit so viel Geld benötige, dass ich die Wohnung verkaufen müsste, möchte ich vermeiden.

Szenario 5: Vermietung/Verkauf und Weltenbummler-Dasein

Abschließend eine Möglichkeit, mit welcher ich mich auch anfreunden könnte: Ein Weltenbummler zu sein. Immer wieder lese ich verschiedene Blogs, welche von den verschiedensten Orten ihre Beiträge veröffentlichen. Mit der Vermietung der Wohnung wäre sicher ein gewisses Grundeinkommen gegeben um damit die Welt zu bereisen und Jobs an verschiedensten Orten der Welt anzunehmen. Bei Verkauf der Wohnung würde ich mit einem guten finanziellen Polster starten und könnte mich somit Monat für Monat selbst „bezahlen“.

Fazit zur Zukunft mit einer Eigentumswohnung

Eine Eigentumswohnung bringt natürlich eine Form der Inflexibilität mit sich. Doch in meinem Kopf (und nun auch verschriftlicht) habe ich ein paar Szenarien, welche für mich wieder mehr Flexibilität bieten. Welches davon eintreten wird kann ich heute noch nicht sagen. Das wird die Zukunft zeigen. Ich habe auch keinen absoluten Favoriten nur der Verkauf der Wohnung ist für mich eine absolute Notlösung. Hier wurde ich auch von meinen Eltern mit den Gedanken „gebrandmarkt“, dass eine Vermietung viel besser ist als die Wohnung wieder zu verkaufen. Vielleicht ziehe ich selbst mal aus, baue ein Haus und meine Kinder möchten in der Wohnung dann leben. Leider habe ich keine Glaskugel so wie Pascal.

Welche Möglichkeiten siehst du noch und was würdest du bevorzugen?