„Schon wieder muss ich mit ihm Zusammenspielen! Da haben wir ja e keine Chance, weil läuft ja nie für die Anderen!“
„Yess! Mit ihm wird’s ganz einfach zu gewinnen! Er kämpft und rackert bis er umfällt!“
Das könnten Zitate von Spielern aus meinen Fußballtrainings sein. Meistens bewahrheitet sich so eine Aussage dann auch und man verliert das Trainingsspiel. Wie kann man jedoch solche Situationen positiv gestalten? Und was hat Theorie X und Y damit zu tun? Was steckt hinter dieser Theorie überhaupt? All das werde ich in den nächsten paar Zeilen erläutern und dir zeigen, wie deine Gedanken dein Handeln und deine Sicht prägen.

Theorie X und Y

Douglas McGregor prägte diese Managementtheorie und ich habe für mich dabei bemerkt, dass es in allen Lebensbereichen eine Rolle spielt. In dieser Theorie wird unterschieden, wie du deine Kollegen, Mitspieler oder Gruppenmitglieder behandelst und einschätzt. Wenn du Theorie X verfolgst, dann denkst du, dass die Menschen faul sind und von außen motiviert werden müssen. Mit extrinsischer (=äußerlicher) Motivation meine ich zum Beispiel Geld. Wohingegen du bei Theorie Y daran glaubst, dass deine Mitmenschen ehrgeizig sind und nur Chancen benötigen, dies zu zeigen. Dabei folgt die Motivation von innen (=intrinsisch), indem der- oder diejenige selbst zu dem Projekt einen Beitrag leisten will.

Theorie X

Theorie X Wie schon oben erwähnt stützt sich die Theorie X auf die Annahme, dass Menschen faul sind. Dadurch folgt wie in der Abbildung ersichtlich, dass strengere Kontrollen durchgeführt werden müssen um hohe Leistung zu erhalten. Dies führt dann dazu, dass die kontrollierten Personen weniger motiviert sind. Wenn wir ehrlich zueinander sind: Wer will schon kontrolliert werden? 😉 Durch das geringe Engagement sind die Personen gemäß Theorie X auch nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Somit schließt sich der Kreis wieder und man fühlt sich bestätigt in seiner Meinung, denn diese Personen sind nicht motiviert mit ihnen zu arbeiten und bringen dadurch auch geringere Leistung.
Theorie Y

Theorie Y

Im Gegensatz dazu ermutigt man Personen in der Y Theorie eigene Lösungen zu erarbeiten. Man zeigt diesen Personen Chancen und gibt ein Ziel vor, ohne jedoch den Weg mit Kontrollen zu begleiten. Dies erhöht natürlich die Motivation und den Einsatz der- oder demjenigen und führt zu einer intensiveren Arbeitsleistung. Theorie Y bringt dann auch mit sich, dass mehr Verantwortung übernommen wird, denn man muss ja eine Lösung selbstständig erarbeiten. Auch hier endet der Kreis wieder und Theorie Y bringt motivierte Personen mit sich.

Wieso nicht nur nach Theorie Y handeln?

In manchen Bereichen ist es jedoch nicht von Vorteil, wenn Personen immer eigene Lösungen erarbeiten. Gerade in gefährlichen Situationen ist das Vertrauen auf eine/n Experten/In bzw. eine erfahrene Person keine schlechte Idee. Stell dir vor beim Umgang mit chemischen und explosiven Substanzen würde man Personen Chancen geben eine eigene Handhabung zu lernen. Dabei würden viel mehr Unfälle passieren. Also kommt es ganz auf die Situation und Umgebung an welche Theorie, X oder Y, von Vorteil ist.

Mein Fazit

Ich habe für mich diese beiden Theorien verinnerlicht und versuche, Menschen Möglichkeiten und Chancen zu zeigen. Denn meistens führt das dazu, dass das Team oder die Gruppe besser vorankommt als wenn die Lösung vorgegeben und ständig kontrolliert wird. In einem Fußballteam herrscht eine strenge Hierarchie und deswegen ist es nicht immer leicht, Chancen zu bekommen oder zu vergeben ohne seine Position zu verlieren. Bis jetzt hat es sich für mich aber ausgezahlt, anderen immer zu ermutigen und dadurch in den Kreislauf der Theorie Y zu kommen.

Hast du diese beiden Theorien schon im Vorhinein gekannt? Kennst du Personen in deiner Umgebung, welche die Theorie X oder Theorie Y anwenden? Welche Personen sind für dich glücklicher?